GKV-App Integration
Überblick
Die Versicherten-Apps der gesetzlichen Krankenkassen sind bereits heute für viele Menschen die erste Anlaufstelle in der digitalen Gesundheitsversorgung. Diese Apps bieten eine Übersicht über die erhaltenen Medikamente sowie viele weitere Informationen. Mit der gesetzlichen Einführung des E-Rezepts und der elektronischen Patientenakte werden immer mehr Informationen dort zur Verfügung stehen.
Unser Ansatz
Durch die Bereitstellung digitaler Gebrauchsinformationen in den Versicherten-Apps der gesetzlichen Krankenkassen erhalten viele Menschen einen einfachen und breiten Zugang zu digitalen Gebrauchsinformationen in strukturierter Form. Diese Informationen werden in den Medikationsübersichten der eingelösten E-Rezepte hinterlegt.
Mehrwerte
Die Integration in die Krankenkassen-Apps bietet unter anderem folgende Vorteile:
- Erreichbarkeit erhöhen: Es ist keine zusätzliche App erforderlich; digitale Packungsbeilagen werden automatisch bei den Medikamenten hinterlegt.
- Der einfache Zugang über mehrere Zugangsoptionen soll Patienten an die niederschwellige Nutzung digitaler Gebrauchsanweisungen als Informationsquelle heranführen.
- Verbesserte Lesbarkeit für Patienten: Strukturierte Packungsbeilagen vereinfachen das Lesen der Inhalte und ermöglichen individuelle Einstellungen für Textanzeigen, gezielte Suchen und Hilfe durch Abschnittsbildung, sowie deren Ein- und Ausblendbarkeit.
- Erhöhte Nutzung, tiefere Erkenntnisse: Je mehr Patienten digitale Gebrauchsinformationen zur Verfügung gestellt werden, desto fundiertere Erkenntnisse können über das Nutzungsverhalten im Umgang mit digitalen Gebrauchsinformationen gewonnen werden.
Aktueller Status
Eine Vielzahl von Krankenkassen nimmt bereits am Pilotprojekt teil – weitere Krankenkassen werden folgen. Seit dem 15.12.2025 sind die ersten 2 Krankenkassen über Schnittstellen angebunden, sodass Patienten bereits heute digitale Gebrauchsinformationen über die entsprechenden Krankenkassen-Apps abrufen können.
Krankenhauspackungen ohne Papier
Überblick
Pilotprojekte in mittlerweile 14 anderen europäischen Ländern zeigen, dass der Ersatz von Papierpackungsbeilagen durch digitale Alternativen im Krankenhaus möglich und sinnvoll ist. Diese Projektkomponente soll demonstrieren, dass dies auch in Deutschland ohne Beeinträchtigung der Versorgung realisierbar ist und Mehrwerte schaffen kann. Das Teilprojekt „Krankenhauspilot“ in Deutschland wird durch EU-Kommission, Bundes- und Landesbehörden unterstützt. Die Liste der teilnehmenden Produkte finden Sie zukünftig im Bereich Krankenhausprodukte.
Unser Ansatz
In Abstimmung mit den Behörden dürfen ausgewählte Produkte ohne Papierpackungsbeilage in Krankenhäuser geliefert und dort eingesetzt werden. Die Papierversion wird durch eine digitale Version ersetzt, die über eine Website und Apps aufgerufen werden kann. Die Auswahl der teilnehmenden Produkte erfolgt auf Basis verschiedener Kriterien und muss mit den Behörden abgestimmt werden.
Mehrwerte
Mit diesem Projektstrang können Erfahrungen gesammelt werden, wie eine papierärmere Zukunft für alle Beteiligten aussehen kann. Hersteller passen ihre Produktionsprozesse an, Krankenhausapotheken werden von gedruckten Gebrauchsinformation entlastet und Patienten können sich im Krankenhaus leichter über verabreichte Medikamente informieren.
Aktueller Status
Behörden auf EU-, Bundes- und Landesebene unterstützen das Projekt. Bei Interesse nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Eine Liste der teilnehmenden Krankenhauspilotprodukte finden Sie hier.
Lieferengpass Mitigation
Überblick
Mit dem Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) ermöglicht der Gesetzgeber in Ausnahmefällen auf Antrag das Inverkehrbringen von Verpackungen in anderen als der deutschen Sprache. Dies ist jedoch nur zulässig, wenn sichergestellt ist, dass Patienten in geeigneter Weise Zugang zu den Produktinformationen erhalten.
Unser Ansatz
Digitale Gebrauchsinformationen sind ein schneller, einfacher und zuverlässiger Weg, um Patientinnen und Patienten den Zugriff auf die digitale Version der Packungsbeilage in deutscher Sprache zu ermöglichen, auch wenn es sich um ein gestattetes Produkt in anderer Sprachaufmachung handelt. Diese kann dem Apotheker oder Patienten einfach über den Scan der Packungscodes (DMC oder Barcode) zur Verfügung gestellt werden.
Mehrwerte
Einfache Bereitstellung von Informationen: Die fremdsprachige digitale Gebrauchsinformation wird perspektivisch wie die deutsche Version angezeigt. Mit diesem Ansatz können Informationen einfach in der Verkehrssprache und in einem strukturierten Format bereitgestellt werden.
